Standort DB0QF

Technik

Multi-Mode-Relais DB0QF   

Relaisverantwortlicher : DF3EY

Standort     : Rheinberg JO31GN auf dem Turm des Wärmekraftwerks der Fa. Solvay an der B 57

Antenne     : Flachrundstrahler der Fa. Procom mit 3dB Gewinn

RX/TX         :  Daten TX/RX Swissfone

Leistung     : 8 Watt

Empfänger  : Mit einer Digitaler Rauschsperre von DD1SL . Mikrocontroller gesteuert.

Steuerung   : Relaisablaufsteuerung WX-Steu. V1.7

SSTV           : Dual Core PC mit angepasster Software speziell für Gateway Betrieb von HB9ZF

Das Relais wird aufgetastet mit einem Tonruf 1750 Hz. Es kommt eine Voice-Kennung (falls aktiviert) und eine CW-Kennung. Direkt danach kann man über das Relais Betrieb machen. Möchte man den "Gateway Betrieb"   nutzen muss man die FSKID einschalten..  Die Gatewayfunktion ist somit aktiv und ein SSTV Bild wird über das Gateway Netz an alle angeschlossen Relais gesendet.

Im Direktbetrieb können über DB0QF fast alle Mode gemacht werden. SSTV (analog), SSTV (digital) Hellschreiben GL, Hellschreiben Feld, PSK32, MFSK, DominoEx,  FAX usw.

 Nochmal einen Kurzablauf der Relaissteuerung

  • Auftasten mit Tonruf 1750 Hz.

  • Kennung in Voice (falls aktiviert) und CW abwarten

  • Betrieb machen

  • FSKID eingeschaltet Gateway Betrieb

  • FSKID ausgeschaltet local Betrieb über DB0QF

  • Der Sender des Relais bleibt immer 30 Sekunden getastet. Danach geht das Relais in eine Wartefunktion von 20 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit ist das Relais Trägergesteuert und kann mit deinem Träger aufgetastet werden. Dieser muss aber min. 3 Sekunden am Relais RX anstehen. Zu erkennen ist das am Rogerpiep der auch lang ist. Ist die Zeit zu kurz kommt ein kurzer Rogerpiep und es wird sofort die Abschlusskennung in Voice und in CW gesendet und das Relais muss danach wieder mit einem Tonruf 1750 Hz. aufgetastet werden.

Wie wird man QRV in SSTV ?

Es gibt sehr leistungfähige Computerprogramme die zum Dekodieren und zum Senden die Soundkarte benutzen und man keine Modem usw. mehr braucht. Einige davon sind z.B. JVcomm , MMSSTV, SSTVPalMultimode usw. Bei JVcomm ist allerdings zu beachten das dieses keine FSKID senden kann die für den Gatewaybetrieb nötig ist.

Link zu den Programmen:

Jvcomm

MMSSTV

MixW

DigitalMaster

QSSTV ( für Linux )

 Wie wird nun das Funkgerät am Computer anschlossen ?

 

Eine einfache PTT Steuerung:

Eine Schaltung für den Anschluss eines Handfunkgerätes

Eine komplettes Interface für die bekanntesten Multimode Programme

Wie macht man SSTV (Slow Scan)

Zur Technik

Entstehung

SSTV ist eine Funkamateur-Entwicklung (C. McDonald 1958), um unbewegte Bilder in einem Telefoniekanal zu übertragen. Dabei stützt sich SSTV auf Bild- und Zeilensynchronimpulse, so dass von einem Fernsehverfahren gesprochen werden kann. Durch die geringe Übertragungsbandbreite (max. 3 KHz) ist nur eine sehr langsame Abtastung möglich, so dass lediglich Standbilder ohne weitere Begleitinformationen (z.B. Ton) übertragen werden können. In der Anfangszeit von SSTV wurden nur schwarz-weisse Bilder mit einer Auflösung von 120 Zeilen zu je 120 Pixeln übertragen. Dafür wurden sieben bis acht Sekunden benötigt. Durch Verdoppeln der Zeilenzahl, Verdoppeln der Bildpunkte pro Zeile bzw. durch beide Maßnahmen gleichzeitig kamen später Übertragungs- zeiten von 16 und 32 Sekunden für ein Bild zustande.

Farbe ins Bild

Zur Übertragung farbiger SSTV-Bilder wurde zunächst mit einem bildsequentiellen Verfahren experimentiert, bei dem das Farbbild in einen Rot-, Grün- und Blau-Auszug zerlegt wurde. Diese drei Auszüge wurden anschließend als drei Schwarzweiß-Bilder nacheinander gesendet und auf der Empfangsseite wieder zu einem Farbbild zusammengesetzt. Dabei wird das empfangene Farbbild erst nach der Übertragung des dritten Farbauszugs erkennbar. Der deutsche SSTV-Pionier Volker Wraase, DL2RZ, entwickelte in der Folgezeit ein zeilensequentielles Verfahren, das in abgewandelter Form den heute allgemein üblichen Übertragungs- Standard repräsentiert. Auch hier wird das Bild in drei Farbauszüge zerlegt, die zeilenweise in der Folge Rot, Grün, Blau gesendet werden. Die eindeutige Zuordnung der drei  Auszüge zum entsprechenden Bildspeicher auf der Empfangsseite wird mit einem modifizierten Synchronisationsimpuls vor der Rotzeile realisiert. Wesentliche Weiterentwicklungen kamen von den britischen Funkamateuren Eddie ("Scottie") Murphy, GM3SBC, und Martin Emmerson, G3OQD, die mit neuen Verfahren die Übertragung der SSTV-Bilder störunanfälliger machen wollten. Die Anzahl der zu sendenden und auszuwertenden Synchronisationssignale wurde minimiert. Auf diese Weise können SSTV-Bilder annähernd freilaufend übertragen werden. Diese neuen Verfahren hielten als sogenannte "New Modes" bzw. "Free-Run-Modes"  relativ schnell Einzug in die SSTV-Praxis der Funkamateure. Der heute maßgebliche Übertragungsstandard stützt sich auf die Entwicklung von Martin Emmerson, G3OQD. Von seinen vier Modi wurde der Modus "Martin 1" in aller Welt bevorzugt  verwendet. Die Farbfolge bei den Martin-Modi ist Grün-Blau-Rot (GBR) im Gegensatz zur sonst üblichen Farbfolge Rot-Grün-Blau (RGB). Die Übertragung eines "Martin-1-Bildes" dauert 114  Sekunden und stellt einen guten Kompromiss zwischen Über- tragungszeit und Auflösung dar.

Wie wird man QRV

Für die Realisierung des SSTV-Betriebs können spezielle SSTV-Geräte mit allen Funktionen und Schnittstellen für Bildaufnahme- und wiedergabe oder Heimcomputer verwendet werden. Bei der Verwendung von Computern und der reichlich vorhanden Software mit den angebotenen bzw. beschriebenen Konvertern ist der zusätzliche technische und finanzielle Aufwand relativ gering.

Auf welchen Frequenzen findet SSTV-Betrieb statt?

Die Anruffrequenzen für SSTV-Betrieb auf der Kurzwelle sind 3730, 7040, 14230, 21340 und 28680 KHz. Aktuelle Empfehlungen von SSTV-DX-Spezialisten zur Betriebstechnik: 1. Benutzt Standard-SSTV-Frequenzen im 3 KHz-Abstand um die Anruf-QRG, z.B. 14224, 14227, 14230, 14233, 14236 KHz und keine dazwischen, um QRM bei anderen Bildverbindungen zu vermeiden. 2. Sucht nach einer Kontaktaufnahme auf der jeweiligen Anruffrequenz eine freie QRG im Phonie-Bereich des Bandes, um das SSTV-QSO fortzusetzen. Dies ist eine Empfehlung der IARU Region 1, um den Andrang auf die Anruf-QRG und Mehrfachbelegungen der Frequenz zu vermindern. 3. SSTV ist mehr als reiner Bildaustausch, benutzt dazwischen auch das Mikrofon für Anfragen oder Kommentare. Unterbrecht eine andere Verbindung niemals durch eine eigene Bildaussendung sondern macht in der Pause einen Anruf in Phonie! 4. Verwendet möglichst eigene Bilder von der Familie, der Station oder der Umgebung und unterlasst die Aussendung anstößiger Bilder, es gibt auch Schulstationen mit SSTV-Empfängern!

Weitere Informationen

Wer in die reizvolle Betriebsart SSTV einsteigen möchte, kann sich mit Hilfe der Publikation "Das FAX/SSTV-Praxisbuch für Funkamateure", erschienen im DARC-Verlag, umfassend informieren. Ihr Ansprechpartner im HF-Referat des DARC e.V. ist: Klaus-Dieter Koch, DF6DR, Königsbronner Str. 25H, 59427 Unna.

PS: Auf den VHF/UHF-Bändern gibt es ebenfalls Anruffrequenzen für SSTV, und zwar 144.500 MHz und 432.500 MHz; der jährliche DARC-SSTV-Kontest findet auch auf diesen Frequenzen statt.

 

So könnte es losgehen

SSTV ist eine der schönsten Betriebsarten, die unser Funkhobby zu bieten hat. Manch anderer wird diese Meinung vielleicht nicht teilen - doch ist es ein schönes Erlebnis, wenn man den Funkpartner nicht nur hören, sondern auch sehen kann.
Es wird nach dem CQ-Ruf mit der Gegenstation ein Bild - welches man vorher im Computer abgespeichert hat, oder aktuell einscannt - ausgesendet. Die Bilder kann man je nach Software in verschiedenen Modes versenden. Wobei in Europa wohl der Modus Martin 1 am gebräuchlichsten ist. Die Länge der Übertragung dauert ca. 2 Minuten. Bei einigen Programmen gibt es auch exotische Modes, wobei das Versenden und Empfangen fotorealistischer großer Bilder ohne weiteres möglich ist. Diese brauchen dann aber auch wesentlich länger, sind also nur auf Absprache interessant.

 

Hier mal einige Bilder, die mit SSTV empfangen werden können:

Obere Reihe: 3 Bilder von div. OM´s          Untere Reihe: 1 Bild direkt von DB0QF und 1 Bild mit einem SSTV-Aufbau-Schema

         

SSTV wird im Kurzwellenbereich in LSB und USB, oberhalb der 30 MHz vorzugsweise in FM ausgestrahlt. Außer einem handelsüblichen PC braucht man auch noch die richtige Software. Für das Betriebssystem Windows sind folgende Programme zu empfehlen:

JVComm32
Digital Master

   ChromaPix

MScan
MMSSTV
QSSTV (Linux)

Diese Programme laufen alle auch mit einer 16 Bit Soundkarte. Dieser Umstand hält den Gerätebedarf in Grenzen. Man hat die Wahl zwischen Mikrofon- und Line-Eingang, wobei man letzteren wegen der besseren Qualität vorziehen sollte.

 

Auch für DOS gibt es einige Programme:

GSHPC
JVFax
EZSSTV
Sämtliche Software ist empfehlenswert und läuft sowohl auf etwas langsameren PC´s als auch auf Rechnern neuerer Bauart.

 

Frequenzen für SSTV-Signale

Nachdem eine Software-Auswahl getroffen wurde, stellt sich die Frage: Auf welchen Frequenzen kann ich SSTV-Signale empfangen?

3.730 - 3.740 MHz

7.035 - 7.045 MHz

14.225 - 14.235 MHz

21.335 - 21.345 MHz

28.675 - 28.685 MHz

50.150 MHz

50.680 MHz

144.500 MHz

433.400 MHz

438.625 MHz

1296.500 MHz

 

       

 

Auch von der internationalen Raumstation ISS kann man - genügend Geduld vorausgesetzt, denn die Besatzung betreibt die Betriebsart SSTV nur in ihrer knappen Freizeit - SSTV-Bilder empfangen.
Als Frequenzen sind vorgesehen:

28.710 MHz

28.720 MHz

28.730 MHz

Downlink Sprache & Daten:
weltweit: 145.800 MHz

Uplink Daten:
weltweit: 145.990 MHz

Uplink Sprache:
Europa: 145.200 MHz


 

Unter folgendem Link erfährt man stets die neuesten Infos über die aktuelle Mission. Aber auch Interessantes über das Space Shuttle, die momentane Besatzung der ISS, die aktuelle Position im Orbit sowie Bilder, Videos und Hintergrundinformationen.
Hier der Link: Spaceflight NASA

Einige sehr informative Artikel in deutscher Sprache über die ISS findet Ihr unter dieser Adresse:
Hier der Link: Astronomie - Rubrik ISS Um die genauen Überflugszeiten zu kennen, empfiehlt sich die Verwendung eines Satelliten-Kontrollprogrammes. Sehr bewährt hat sich hier die Software:

STS-Plus
Um steht´s die korrekten Überflugszeiten zu erhalten, müssen die aktuellen Daten (Keplerdaten) eingebunden werden. Die Software und auch die Keplerdaten selbst (mehrmals wöchentlich aktualisiert) können auf der LINK-Seite heruntergeladen werden.

 

Folgende SSTV- bzw. Multimode-Relais gibt es außerdem:

Rufzeichen Eingabe-Frequenz Ausgabe-Frequenz Locator Land USB/FM Besonderheiten
DB0QF 431.025 438.625 JO31GN Deutschland FM SSTV Gateway Net
DB0ZUS 431.025 438.625 JN58HJ Deutschland FM SSTV Gateway Net
DB0UHF 431.000 438.600 JN48SX Deutschland FM SSTV Gateway Net
HB9ZF 144.850 144.850 JN47KH Schweiz FM SSTV Gateway Net
VK7RTV 145.625 145.625   Australien FM SSTV Gateway Net
VK7NW  53.825  53.825   Australien FM SSTV Gateway Net
DB0PIB 144.950 145.550   Thüringen FM SSTV Gateway Net
PD3ADN 433.400 433.400   Niederlande FM  SSTV Gateway Net 
DB0PTB  144.900  144.900    Braunschweig  FM  SSTV Gateway Net  

SSTV Gateway Net bedeutet:
Das Bild wird auf einer der angegebenen Frequenzen empfangen und danach via Internet zu den angeschlossenen Relais gesendet und dort wieder auf den angegeben Frequenzen ausgesendet.
Sollte Interesse bestehen auf einem Relais oder einer Direktfrequenz ein SSTV Gateway zu betreiben und in das SSTV Net mit eingebunden zu werden, bitte eine Nachricht an die Kontaktadresse senden.

SSTV-QSO

Jetzt stellt sich vor dem ersten erfolgreichen SSTV-QSO nur noch die Frage nach dem Rapport. Also die Bestätigung und Bewertung des empfangenen Bildes. Diesen gibt man in SSTV folgendermaßen an:

Readability = Lesbarkeit

R 1 = nicht lesbar
R 2 = zeitweise lesbar
R 3 = unter Schwierigkeiten lesbar
R 4 = ohne Schwierigkeiten lesbar
R 5 = einwandfrei (ufb) lesbar
Vignal strength = Signalstärke

S 1 = kaum hörbares Signal
S 2 = sehr schwaches Signal
S 3 = schwaches Signal
S 4 = mittelmäßiges Signal
S 5 = ausreichendes Signal
S 6 = gut hörbares Signal
S 7 = mäßig starkes Signal
S 8 = starkes Signal
S 9 = sehr starkes Signal
Video = Videosignal

V 1 = es ist nur die Synchronisation zu erkennen
V 2 = groß geschriebene Schrift ist erkennbar
V 3 = große Details erkennbar
V 4 = kleine Details erkennbar
V 5 = völlig rauschfrei